Alkoholfreie Getränke – wirklich ohne Alkohol?

#Alkoholfrei

Promillefreie Alternativen zu Bier, Wein, Gin und Co.

Alkoholfreie Getränke – wirklich ohne Alkohol?

Waldburg – Ein Glas Sekt zum Geburtstag oder zur Hochzeit, ein Feierabendbier mit den Freunden oder ein Glas Wein zum romantischen Dinner: Viele Menschen genehmigen sich für den besonderen Genuss ab und an ein alkoholisches Getränk. Doch für Schwangere, Autofahrer oder Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen, ist Alkohol keine Option. Viele verzichten auch bewusst auf Alkohol. Sie finden mittlerweile ein großes Angebot an sogenannten alkoholfreien Alternativen. Aber Vorsicht: Auch hier ist häufig Alkohol enthalten. Jonathan Pfund, Produktmanager für Wein & Spirituosen bei vomFASS, informiert über die Hintergründe.

Wann gilt ein Getränk als „alkoholfrei“?
Hersteller dürfen Getränke wie Bier, Sekt oder Wein als alkoholfrei bezeichnen, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 % vol. liegt. Diese alkoholarmen Getränke haben keine berauschende Wirkung. Auch nach drei Flaschen alkoholfreiem Bier pro Stunde ist es noch erlaubt, mit dem Auto zu fahren. „Einige Menschen sollten trotzdem vorsichtig sein“, warnt Jonathan Pfund. „Aufgrund des Restalkohols sind alkoholfreie Getränke für Schwangere nur bedingt zu empfehlen. Kinder sollten besser komplett verzichten, da sie sich sonst schnell an den Geschmack gewöhnen können.“

Schon gewusst? – Alkohol in Fruchtsäften
Was viele überraschen dürfte: Auch Trauben- und Apfelsaft enthalten geringe Mengen an Alkohol – bis zu ein Prozent ist hier zulässig. „Das europäische Lebensmittelrecht verpflichtet Getränkehersteller erst ab einem Alkoholwert von 1,2 % vol. zu einer Deklaration“, informiert der Getränkeexperte. Sogar Lebensmittel wie Bananen, Kefir, rohes Sauerkraut, Hefegebäck, Brot oder Essig weisen häufig einen minimalen Alkoholgehalt auf.

Auch mit alkoholfreien Getränken lässt es sich gut anstoßen. Quelle: vomFASS

Wie werden alkoholfreie Getränke hergestellt?
Alkoholfreie Getränke können auf mehreren Wegen hergestellt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, den Gärungsprozess zu verkürzen, sodass der Alkoholgehalt unter 0,5 % vol. bleibt. Alternativ wird der Alkohol nachträglich entzogen. Hierbei setzen viele Hersteller auf die Destillation. „Der Siedepunkt von Alkohol liegt bei ca. 78 Grad Celsius. Während der enthaltene Alkohol bei dieser Temperatur weitestgehend verdampft, behält das Getränk noch seine flüssige Form“, erläutert Pfund. Im Vakuumverfahren wird sogar nur eine Temperatur von etwa 27 Grad Celsius benötigt, um eine Verflüchtigung des Alkohols zu erzielen. „Der Vorteil: Eine geringe Erhitzung schont die Aromen des Getränks“, informiert der Experte. Bei weiteren Methoden werden die Alkoholmoleküle des Ausgangsgetränks durch eine Membran gefiltert.

Was bedeutet „ohne Alkohol“?
Inzwischen gibt es auch Getränkealternativen, die komplett ohne Alkohol auskommen – zum Beispiel die „Zero“-Weine vom Weingut Kühling, die es exklusiv in den vomFASS-Geschäften und im Onlineshop zu kaufen gibt. Nur Getränke mit 0,0 Prozent dürfen die Bezeichnung „ohne Alkohol“ tragen.

Geselliger Trinkspaß ohne Kater
Sogar alkoholfreie Spirituosen liegen im Trend, etwa der Gin-Ersatz Longwood Zero oder der Spritz Zero von vomFASS. Mit ihnen gelingen Aperitifs und Longdrinks im Handumdrehen – ohne die unangenehmen Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums wie Kopf- oder Magenschmerzen. Aus Geschmacksgründen verzichtet das Feinkostunternehmen bei der Herstellung nicht gänzlich auf Alkohol. Im fertig gemixten Cocktail ist dann allerdings nur noch so viel davon enthalten wie in einem naturtrüben Apfelsaft. Die Basis bilden hier Sirups, die mit aromatischen Essenzen versetzt und damit geschmacklich an das alkoholische Original angelehnt sind. Pfunds persönlicher Drink-Tipp: „Man nehme 20 ml Longwood Zero, 200 ml Tonic Water, eine halbe Zitrone und Eiswürfel – fertig ist der alkoholfreie Gin Tonic mit dem unverwechselbaren Wacholdergeschmack.“

Quelle: vomFASS

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