Online-Veranstaltungen zur Ausstellung “Schwieriges Erbe” im Lindenmuseum Stuttgart

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Online-Veranstaltungen zur Ausstellung “Schwieriges Erbe” im Lindenmuseum Stuttgart

Das Museum hat sich entschieden die Werkstattausstellung, die eigentlich bis 30. Mai 2021 geplant war, bis 8. Mai 2022 zu zeigen. Sobald es möglich ist, wird die Ausstellung geöffnet. Sie stellt Fragen wie: Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteure waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Im Vorfeld einer Öffnung wird zu digitalen Veranstaltungen eingeladen, die im Kontext der Ausstellung stehen:

Mittwoch, 17. März, 18 bis 19 Uhr
Schwieriges Erbe
Führung
Markus Himmelsbach (Kurator) und Rosalie Möller (Museumsvermittlung) führen durch die Ausstellung.
Nähere Informationen und Anmeldung: Hier klicken

Banner © Quelle: Linden-Museum Stuttgart

Mittwoch, 17. März, 19.30 Uhr
Im Selbstbedienungsladen: Über kulturelle Aneignung
Werkstattgespräch mit Dr. Mahret Ifeoma Kupka und Dr. Nina Reuther
Moderation: Anna Lampert, Forum der Kulturen Stuttgart
Während sich Pop und Mode an kulturellen Ausdrucksformen von People of Color und indigenen Gruppen oft ungefragt und unreflektiert bedienen und damit Geld verdienen, kommt vom Glamour und Prestige bei den Urheber*innen meist nichts an. Auch wir als Konsument*innen müssen uns fragen: Weiß ich eigentlich, was ich anziehe und kann ich mir alles aneignen, was ich möchte? Wir diskutieren über weiße Dominanzkultur, “indigenous copyright” und die Frage: Was geht – und was geht nicht?
Mahret Ifeoma Kupka ist Kuratorin am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, wo sie Ausstellungen über zeitgenössische Moden und Stilphänomene realisiert. Ferner schreibt sie über Mode, Körper und Performatives. Nina Reuther ist als unabhängige Wissenschaftlerin in den Bereichen Kulturwissenschaften sowie der Musik- und Rechtsethnologie tätig. Ihre Forschungen befassen sich mit indigenen Zugangsrechtssytemstrukturen zu materiellen und immateriellen Kulturgütern.
Live-Stream über Youtube: www.youtube.com/LiMuStuttgart

Freitag, 19. März, 19.30 Uhr
Dekolonisiert den Blick! Über den Umgang mit Bildern
Werkstattgespräch mit Nadia J. Kabalan, Prof. Ricarda Roggan und Alexander Schwanebeck
Moderation: Harald Völkl, Linden-Museum Stuttgart
Bilder sind mächtig und allgegenwärtig. Fernsehbilder, Werbung oder Instagram-Posts beeinflussen unsere Wahrnehmung und Denkmuster. Über das Smartphone sind wir gleichzeitig selbst fast täglich Produzent*innen von Bildern. Nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, verbreiten Bilder oft vom Kolonialismus geprägte Stereotypen und bilden Machtverhältnisse ab. Wie können wir unseren Blick schärfen, kolonial geprägte Sichtweisen überwinden, rassistische Bilder dekonstruieren und neue Perspektiven schaffen?
Nadia J. Kabalan ist Kunsthistorikerin, Galeristin, Kunstpädagogin und Kulturwissenschaftlerin. Ricarda Roggan ist Fotografin, Künstlerin und Professorin an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Alexander Schwanebeck ist Historiker und Kurator.
Im Rahmen des LindenLAB, gefördert von der Initiative für Ethnologische Sammlungen der Kulturstiftung des Bundes
Live-Stream über Youtube: www.youtube.com/LiMuStuttgart

Freitag, 26. März, 18.30 Uhr
Die Stuttgarter Südsee-Gedenktafel und der Kolonialrevisionismus
Vortrag von Dr. Heiko Wegmann
1926 übernahm eine Einheit der württembergischen Landespolizei die „Traditionswahrung“ der Polizei der ehemaligen deutschen Südseekolonien. Sie war fortan Teil der regionalen Kolonialbewegung. Eng damit verbunden ist die Geschichte der Südsee-Gedenktafel, die der Bewegung lange als „Pilgerort“ diente. Sie hing erst an der Moltkekaserne, ab 1967 an einem Bundeswehr-Gebäude und befindet sich seit 2019 in Ludwigsburg.
In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Quelle: Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart
www.lindenmuseum.de

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