Linden-Museum Stuttgart: Aktuelle Online-Veranstaltungen Januar 2021

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Linden-Museum Stuttgart: Aktuelle Online-Veranstaltungen Januar 2021

Liebe Freund*innen des Linden-Museums,
wie Sie wissen, bleibt unser Museum mindestens bis 31. Januar geschlossen. Gleichzeitig bleiben wir digital für Sie offen und laden im Januar zu sechs Online-Veranstaltungen ein. Drei davon finden im Vorfeld der Ausstellung “Schwieriges Erbe. Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus” statt, die nun seit über einem Monat fertiggestellt ist und auf ihre Eröffnung wartet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch – auch wenn dieser zur Zeit nur virtuell möglich ist.
Bleiben Sie gesund, beginnen Sie das neue Jahr gut,
herzlichen Gruß,
Martin Otto-Hörbrand
für das Team des Linden-Museums

Online-Veranstaltungen zur Ausstellung “Schwieriges Erbe”

Gerne hätten wir ab 26. November unsere Ausstellung “Schwieriges Erbe. Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus” präsentiert. Pandemiebedingt ist derzeit leider noch nicht klar, wann unser Museum wieder öffnen kann. Die Werkstattausstellung stellt Fragen wie: Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteure waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort? Im Vorfeld einer Öffnung laden wir Sie zu digitalen Veranstaltungen ein, die im Kontext der Ausstellung stehen:

Mittwoch, 13. Januar, 19.30 Uhr
Koloniales Erbe in der Stadt
Werkstattgespräch mit Tahir Della, Nadine Seidu (beide Initiative Schwarze Menschen in Deutschland), Carina Flaig, Kousar Qasim (Black Community Foundation Stuttgart), Marc Gegenfurtner (Leiter des Kulturamts), Dr. Joachim Zeller (Historiker, Berlin)
Impuls-Vortrag: Markus Himmelsbach (Linden-Museum)
Koloniale Straßennamen und Denkmäler gab und gibt es in Stuttgart. Welche Geschichte erzählen sie? Wessen Perspektiven werden dabei berücksichtigt oder ausgeblendet? Wie sollte heute mit ihnen umgegangen werden? Sollten Straßen umbenannt und Denkmäler abgerissen werden? Oder sollten sie so belassen, kommentiert, ergänzt, umgesetzt, eingelagert, in Museen ausgestellt oder umgewidmet werden? Braucht es Anti-Kolonialdenkmäler? Das Gespräch in Kooperation mit dem Stadtarchiv Stuttgart wird von Regina Sarreiter moderiert.
Livestream über unseren Youtube-Kanal: www.youtube.com/LiMuStuttgart

Löwenskulptur im Stuttgarter Schlossgarten. Denkmal, geschaffen von dem von den Nationalsozialisten propagierten Künstler Fritz von Graevenitz, für das Grenadier-Regiment Königin Olga, das im „Boxer“- und im Herero-Nama-Deutschen-Krieg aktiv war. © Linden-Museum Stuttgart, Foto: D. Drasdow

Dienstag, 19. Januar, 19.30 Uhr
Wessen Erinnerung zählt?
Lesung und Gespräch mit Mark Terkessidis und Petra Olschowski
Moderation: Claudia Kramatschek
In den letzten Jahren kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dies für Deutschland? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird. Der lange Schatten der deutschen „Kulturmission“ findet sich im Umgang mit der sogenannten Schuldenkrise, mit Migration und Flucht sowie im alltäglichen Rassismus. Mark Terkessidis, Migrations- und Rassismusforscher, macht mit Blick in die Vergangenheit aktuelle Debatten nachvollziehbar und zeigt, wo sie in eine neue Richtung gelenkt werden müssen. Er kommt ins Gespräch mit Staatssekretärin Petra Olschowski. Die Veranstaltung findet in der Reihe „Membrane continued“ in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart, dem Hospitalhof, der Akademie Schloss Solitude und dem Institut français statt. Livestreamtickets über das Literaturhaus Stuttgart

Freitag, 22. Januar, 18.30 Uhr
Beziehungsgeschichte(n) der Mission
Vortrag von Dr. Margret Frenz
“Beziehungsstatus: Es ist kompliziert”: Dies trifft auch auf die in der Mission geknüpften Beziehungen zwischen Europa und anderen Kontinenten zu. Neben dem Anspruch des gleichberechtigten Austauschs steht die Durchsetzung des Überlegenheitsanspruchs europäischer Missionar*innen. Der Vortrag beleuchtet verschiedene Aspekte von Beziehungsgeschichte(n) der Mission. Dr. Margret Frenz ist Heisenberg-Stelleninhaberin am Historischen Institut der Universität Stuttgart. GloBe – ihr Forschungsprojekt – steht für „Globalisierung von unten: Zirkuläre Migration zwischen Südasien und Afrika, ca. 1850–2000“.

Freitag, 5. Februar, 18.30 Uhr
“Nofretete will nicht heim!”
Vortrag von Anna Valeska Strugalla, Universität Tübingen
Die Frage nach dem Umgang mit musealen Objekten aus kolonialen Kontexten beschäftigt die bundesdeutsche Museumswelt nicht erst seit der Debatte um das Humboldt-Forum. Bereits in den 1970er Jahren diskutierte man unter Fachleuten, aber auch in den großen Tageszeitungen und in der Kulturabteilung des Auswärtigen Amts über Rückgabeforderungen und Kulturgut. Anna Valeska Strugalla beleuchtet die Aushandlung der Restitutionsfrage in den 1970er und 1980er Jahren.

Vorträge der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde

Freitag, 15. Januar, 18.30 Uhr
Die Kurische Nehrung
Eine Landschafts- und Kulturgeschichte
Referent: Prof. Dr. Sebastian Kinder, Universität Tübingen

Freitag, 29. Januar, 18.30 Uhr
Deutsche duale Ausbildung in Mexiko
Automobilindustrie und die Qualifizierung von Industriearbeitern
Referentin: Judith Wiemann, Ruhr-Universität Bochum

Freitag, 12. Februar, 18.30 Uhr
“Linden-Museum in Afghanistan”
Die fotografischen Objekte der Stuttgarter Badakhshan-Expedition (1962/63)
Referentin: Marina Heyink

Die Programme im Überblick finden Sie auf der Veranstaltungsseite: https://www.lindenmuseum.de/erleben/veranstaltungen

Quelle: Lindenmuseum Stuttgart

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